
Vielfältige Angebote in ganz NRW
Aufgrund der vielfältigen Träger und Einsatzorte bieten unsere Fachkräfte sehr unterschiedliche Angebote und Methoden an. Dadurch unterscheiden sich die Arbeitsweisen in vielen Punkten voneinander.
Durch die Trägervielfalt unseres Netzwerks ergeben sich dementsprechend vielfältige Angebote. Wir haben hier einige Beispiele aus dem gesamten Netzwerk zusammengefasst. Diese Liste ist also ein Überblick zu möglichen Angeboten unserer Fachkräfte mit dem Verweis, dass diese Angebote nicht überall durchgeführt werden.
- Workshops in Schulklassen von Klasse 6 bis 13
- Jugendsprechstunden, individuelle Beratung
- Spezifische Angebote für Mädchen* und Jungen*
- Ehrenamtliche Peer-to-Peer-Projekte mit dem Schwerpunkt sexuelle Gesundheit und Diversity
- Filmabende zu verschiedenen Themen wie beispielsweise queere Sexualität, HIV/Aids, Liebe und Beziehungen
- Talk Runden zu spezifischen Themen (Safer Sex 3.0, digitale Sexualität wie z.B. Sexting und Online-Dating)
- Themenspezifische Workshops auf Wunsch der Teilnehmenden. Beispielthemen aus der offenen queeren Jugendarbeit: Drag Queen/Drag King und Körperwahrnehmung
- „Liebesparcours“ – mit 6 Lernstationen: (1. Sex Quiz – Informationen zu den Themen Körper, Liebe, Lust und Sexualität; 2. HIV/AIDS/STI - Übertragungswege von HIV und Schutzmöglichkeiten; 3. Sexuelle Vielfalt – Sexuelle Orientierung & Identität, 4. Voll Latex – Kondomanwendung; 5. Action und 6. Verhütung - Stimmt oder Stimmt nicht?)
- Sexualpädagogische Stadtrallye (Kennenlernen von unterschiedlichen sexualpädagogischen Beratungsstellen einer Stadt
- Mitmachaktionen bei verschiedenen Aktionstagen an Schulen oder Einrichtungen der offenen Jugendarbeit. Zum Beispiel Mädchen* und Jungen*-Aktionstage, Welt-Aids-Tag
- Individuelle Beratung für Eltern und andere Sorgeberechtigte,
- Elternabende an diversen Schulformen zur „Aufklärung über Aufklärung“
- Individuelle Beratung für Lehrpersonal und weiteres Fachpersonal
- Einführungen und Weiterbildungsworkshops für Ehrenamtliche
- Angebote/Info-Veranstaltungen in der offenen Jugendarbeit
- Interaktive Infostände beispielsweise zum Welt-Aids-Tag an Schulen und auf Kongressen, Pride-Demonstrationen, Jugendhilfetagen etc.
- Fachvorträge
- Infostände bei Jugendaktionstagen, Partys, Events oder anderen Veranstaltungen für junge Menschen
- Fortbildungen und Fachvorträge für Lehrer*innen, Fachkräfte, Eltern und andere Sorgeberechtigte zu Themen wie Sexting, Schwangerschaft, Methoden, Kommunikation, Sprache und Sexualität, medizinisches Updates zu HIV/STI
Methoden und Konzepte
Wir nutzen vielfältige Methoden, die zu unseren jeweiligen Schwerpunkten, Einsatzorten, den zugehörigen Zielgruppen und zu uns persönlich passen. Uns ist wichtig, dass unsere Methoden nicht eintönig sind, sondern verschiedene Sinne ansprechen. Denn Lernen funktioniert mit Kopf, Herz, Hand und Bauch. Unsere Methoden stellen wir aus verschiedenen Sammlungen zusammen. Hierfür nutzen wir das Material aus dem Methodenfinder der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, nutzen Materialien von sexualpädagogischen Weiterbildungen, Veröffentlichungen und nutzen Sammlungen aus der Antidiskriminierungsarbeit und politischen Bildung. Auch Methoden und Konzepte aus der Theater- und Tanzpädagogik kommen zum Einsatz. Darüber hinaus werden wir auch selbst kreativ und entwickeln eigene Methoden.
Wir arbeiten mehrheitlich mit dem Konzept von Kleingruppen. In diesen Gruppen kann im geschützteren Rahmen gesprochen und sich mit Personen über Unsicherheiten oder Interessen ausgetauscht werden, die ähnliche Erfahrungen machen oder zu denen ein hohes Vertrauen besteht. Wir teilen die Teilnehmenden dazu in Gruppen ein, denen sie sich selbst zuordnen können. Das können Mädchen*gruppen, Jungen*gruppen oder selbstgewählte, geschlechtsunspezifische Gruppen sein. Denn nicht immer sind die Optionen Mädchen* und Junge* für alle Teilnehmenden passend oder von Bedeutung.
Ein Beispiel dafür, wie verschiedene Sinne angesprochen werden können, ist das Arbeiten mit Gegenständen und Modellen. Eine thematische Einstiegsmethode ist beispielsweise der „Material-Beutel“. In diesem Beutel bringen wir ganz unterschiedliche Gegenstände mit, die die Teilnehmenden und/oder erklären wie z.B.: Kondom, Regenbogenfahne, Diaphragma, die Pille, Aidsschleife sowie Flyer von Beratungsstellen.
Um mit unseren Teilnehmenden über Anatomie, Entwicklungsschritte und körperliche Veränderungen in der Pubertät zu sprechen, nutzen wir in unseren Workshop häufig verschiedene Modelle von Körperteilen und Organen zur Visualisierung. Neben Modellen von Penis, Vulva und Vagina stellen wir auch Modelle einzelner Körperteile wie beispielsweise die Klitoris, Hoden, Prostata oder den Uterus zur Verfügung. Sowohl Gegenstände als auch die Modelle können die Teilnehmenden sehen und anfassen.