
Vielfältige Konzepte und Methoden
Unser Netzwerk besteht aus sexualpädagogischen Präventionsfachkräften, die Workshops, Gruppenangebote, Fortbildungen, Öffentlichkeitsaktionen und vieles mehr für unsere Zielgruppen anbieten. Diese Fachkräfte qualifizieren sich durch ein abgeschlossenes Studium im Bereich Pädagogik, Sozialer Arbeit, Psychologie, Erziehungswissenschaften, Sexualwissenschaften, eine sexualpädagogische Zusatzausbildung oder durch eine vergleichbare Qualifikation.
Da die Fachkräfte bei unterschiedlichen Trägern und Institutionen angestellt sind, unterscheiden sich die Schwerpunkte und Arbeitsweisen vor Ort. So gibt es Fachstellen, die das Thema Familie, Elternschaft und Schwangerschaft fokussieren, und wieder andere, die Substanzkonsum oder sexuelle Gesundheit in den Fokus ihrer Angebote stellen. Die unterschiedliche Gewichtung der Themen bedeutet auch eine unterschiedliche Gewichtung der Einsatzorte je nach Träger oder Einsatzstelle.
Unsere Trägervielfalt bedeutet darüber hinaus, dass wir mit vielfältigen Konzepten arbeiten und unsere Methoden auf die verschiedenen Adressat*innen abgestimmt werden.
Ein Teil unserer Fachkräfte arbeitet mit der Unterstützung von Ehrenamtlichen. Durch die Fachkräfte vor Ort werden die Ehrenamtlichen zu unseren Themen und Arbeitsweisen geschult, um gemeinsam mit der ausgebildeten Fachkraft Angebote für unsere Zielgruppen durchführen zu können.
Ein Alleinstellungsmerkmal unseres Netzwerks ist, dass die sexualpädagogischen Fachkräfte bei diversen Trägern angestellt sind. Die verschiedenen lokalen Träger in NRW sind bisher folgende:
Aidshilfe, Arbeiterwohlfahrt, Caritas, Diakonie und andere kirchliche Träger, Jugendrotkreuz, Deutsches Rotes Kreuz, pro familia, Öffentlicher Gesundheitsdienst, Drogenberatungsstellen, queere Jugendzentren und eine Beratungsstelle für junge Männer und trans* Menschen, die in der mann-männlichen und trans*identen Sexarbeit tätig sind.
Weil wir aus so vielen Trägern bestehen und dadurch verschiedene Schwerpunkte und Arbeitsweisen innehaben, tauschen wir uns regelmäßig miteinander aus und bilden uns gemeinsam weiter. Diese Weiterentwicklung findet in verschiedenen Gruppen und Arbeitskreisen statt:
- Kommunale Netzwerke mit dem Schwerpunkt Sexualpädagogik und/oder HIV/STI
- Treffen in den Regierungsbezirken Arnsberg, Detmold, Düsseldorf, Köln und Münster
- Sprecher*innenkreis Youthwork NRW
- themenspezifische Arbeitsgruppen
- Fachtagung Youthwork NRW
Unsere Arbeit basiert auf folgenden fachlichen Grundlagen:
- Landeskonzept zur Weiterentwicklung der HIV/AIDS Prävention in Nordrhein-Westfalen Schwerpunkt „Neuinfektionen minimieren“ (2012)
- Grundsatzpapier der Arbeitsgemeinschaft AIDS-Prävention NRW: Sexualpädagogik als Grundlage einer zukunftsorientierten HIV-Prävention in Nordrhein-Westfalen (2015)
- Rahmenvereinbarung zwischen Land NRW und den Spitzenverbänden der Kommunen und der freien Wohlfahrt über Grundsätze zur Ausgestaltung und Weiterentwicklung von Präventions- und Hilfemaßnahmen im Sucht und AIDS-Bereich im Rahmen der Kommunalisierung (2015)
- Runderlass des Kultusministeriums Nordrhein-Westfalen zu "HIV/AIDS-Aufklärung in den Schulen“ (2012)
- Richtlinien für die Sexualerziehung in Nordrhein-Westfalen (1999)
- Rahmenkonzept zur Sexualaufklärung Bundes (2019)
- Sexualaufklärung von Menschen mit Beeinträchtigungen Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (2015)
- WHO Standards für die Sexualaufklärung in Europa (2011)
- Statement zur sexuellen Vielfalt und sexualpädagogischen Professionalität der Gesellschaft für Sexualpädagogik (gsp) (2014)
- verbandsinterne Veröffentlichungen der unterschiedlichen Träger im Bereich Sexualpädagogik mit dem Schwerpunkt HIV/STI Prävention,
- Schulungen zu sexualpädagogischen und medizinischen Grundkenntnissen und Diskursen